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Adgames - Spielspaß im Dienste der Werbung

Werbebotschaft und Spiel - die richtige Mischung macht's


Kommen wir zum wohl kritischsten Punkt bei der Konzipierung eines Adgames: der Einbindung der Werbebotschaft. Wenn Sie etwas weiter unten in der ersten der 10 goldenen Regeln für ein Adgame lesen "Werben Sie nicht mit dem Holzhammer", so gilt dies auf jeden Fall uneingeschränkt. Denn ein Adgame ist schließlich kein klickbarer Werbespot. Nur wenn für den Benutzer der Spielspaß klar im Vordergrund steht, wird er sich auch damit beschäftigen und das Spiel weiterempfehlen.

Andererseits kann eine allzu dezent platzierte Werbebotschaft für den Auftraggeber ein teures Vergnügen werden. Wenn ein Großteil der Spieler sich nicht an die Marke oder die Werbebotschaft erinnern kann, wurde das eingesetzte Budget im wahrsten Sinne des Wortes "verspielt". Und so etwas kann sich in Zeiten knapper Marketing-Budgets niemand leisten.

Spielidee und Werbung geschickt verbinden

Egal ob das Adgame in die Website des werbenden Unternehmens eingebettet ist, ob es sich in einem eigenen Browser-Fenster öffnet oder ob es als eigenständiges Programm zum Download angeboten wird: Eine erfolgreich vermittelte Werbebotschaft benötigt mehr als ein am Anfang eingeblendetes Logo. Wissen Sie eigentlich noch, für welche Marke das Moorhuhn-Spiel 1999 geworben hat? Es war Johnny Walker. Doch von dem schottischen Whisky-Hersteller war im Spiel selbst nicht viel zu sehen. Deswegen machte das Moorhuhn wohl auch eher das Entwicklerteam von Phenomedia bekannt.

Damit die Werbung im Gedächtnis des Spielers haften bleibt, muss er mit ihr so oft wie möglich in Kontakt kommen, ohne dass er sich von ihr belästigt fühlt. Das fängt bei der Spiel-Idee an. Je mehr sie mit dem Produkt oder der Marke zu tun hat, desto so besser. Aber auch bei bewährten Spiel-Ideen lässt sich etwas machen: Produkte können als Spielfiguren eingesetzt werden. Mit einigen Abwandlungen lässt sich das Spiel-Prinzip oft in die Erlebniswelt der beworbenen Marke übertragen. Das hat zum einen den Vorteil, dass sich dann typische Farben und Key-Visuals einsetzen lassen, die den gedanklichen Bezug zum "Absender" des Spiels herstellen. Zum anderen ist die Erlebniswelt und deren Charakter exakt auf die Zielgruppe zugeschnitten. So kann auch eine einfache Spiel-Idee für die beworbene Zielgruppe interessant und spielenswert werden.

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